Othello mit seiner schlafenden Frau
Christian Köhler
Beschreibung
Provenienz:
Verkauft bei Koller Auktionen (Freitag, 30. März 2012)
Bezeichnung und Signatur
Quellenhinweise
Europa : Chronik der gebildeten Welt. 1861,[1]
Schließlich begab sich Köhler vom biblischen auch noch auf romantischem Boden, und dem mit „Aschenbrödel“ gemachten, glücklich ausgefallenen ersten Versuch folgte bald ein zweiter, eine Szene aus Shakespeares „Othello“. So viel wir wissen, war dies Werk die letzte Schöpfung des Künstlers. Er behandelte darauf eine Episode des entsetzlichen Kampfes, welchen der große Britte seinen Mohr von Venedig vor der erschütternden Katastrophe des Dramas durchkämpfen lässt. Die männliche Gestalt ist freilich nicht durchaus gelungen, und namentlich möchte das Gesicht mehr Ruhe und Maß, mehr schmerzliche Fassung als ungebändigte Wut zeigen; dagegen ist das eigentliche Motiv des Bildes, der Kontrast lieblichen Friedens zu rasender Leidenschaft, in Desdemona, die schlaf- und traumumfangen in holder Weiblichkeit noch auf ihrem Lager ruht, zur befriedigendsten Lösung gebracht. Köhler war nun einmal, wie sein Kollege Karl Sohn freilich in etwas anderem Sinne, speziell Maler der Frauenschönheit, nicht aber ein Maler männlicher Würde, Erhabenheit und Größe.
Auktion
https://www.kollerauktionen.ch/de/309870-0001-----1160-KOeHLER_-CHRISTIAN-_Werben-18-1160_60917.html?RecPos=1
Lot 3265 - A160 Gemälde des 19. Jahrhunderts - Freitag, 30. März 2012, 16.30 Uhr
CHRISTIAN KÖHLER
(Werben 1809–1861 Montpellier)
Othello mit seiner schlafenden Frau. 1859.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert: Ch. Köhler. 1859.
151 x 169 cm.
CHF 5 000 / 7 000 | (€ 5 150 / 7 220)
Verkauft für CHF 6 000 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr